Der Leib Christi
Heute spreche ich kurz über den Begriff "der Leib Christi". Der Begriff hat
zwei Bedeutungen in der Bibel: einerseits bezieht er sich auf die physische
Anwesenheit von Jesus auf der Erde vor zweitausend Jahren; andererseits geht's
darum, dass die Gemeinde Jesus repräsentiert. D.h., Jesus ist noch immer
auf der Erde, in seiner Gemeinde. Davon will ich heute reden.
- Der Schlüsseltext ist
1.Kor.12,27
Ihr aber seid Christi Leib, und einzeln genommen, Glieder.
Wir sind der Leib Christi. Was heißt das, praktisch im täglichen Leben?
Diese Stelle kommt am Ende eines langen Absatzes über Zusammenarbeit in der
Gemeinde, den ich später lese, und sie fasst einige Ideen zusammen.
- Die erste Idee ist, dass wir verschiedene Rollen oder Funktionen in der
Gemeinde haben. Es steht in
Eph.4,11-13
Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten und
andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer,
12 zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung
des Leibes Christi,
13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des
Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle
Christi.
Gott hat einen Plan für die Gemeinde, den wir von dieser Stelle herauslesen
können. Es gibt Werk, es gibt Dienst, wofür wir Ausrüstung brauchen.
Vielleicht denkst du, "Ich bin kein Apostel, kein Prophet, usw - darum betrifft
mich die Stelle nicht." Aber in 1.Kor.12 steht es ganz klar, dass jeder seine
Gabe und Rolle in der Gemeinde hat. Das ist die Art und Weise von Gottes Plan,
dass wir alle mit unserer Gaben und Fähigkeiten zusammenarbeiten.
Gottes Plan hat auch ein Ziel: die Erbauung des Leibes zur Einheit,
Reife und Erkenntnis. Denk darüber nach: übst du deine Gaben zur Erbauung der
Gemeinde? Wie kannst du das machen? Es ist nicht immer klar, aber wir haben
kein Mangel von Bedürfnissen, also sollte es nicht zu schwierig sein ...
-
Was hat diese Gedanken mit dem Abendmahl zu tun? Interessanterweise, ziemlich
viel. Wir lesen wieder im 1. Korintherbrief, Kapitel 10:
1.Kor.10,15-24
Ich rede als zu Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage.
16 Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft
des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die]
Gemeinschaft des Leibes des Christus?
17 Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil
an dem einen Brot.
18 Seht auf das Israel nach dem Fleisch. Sind nicht die, welche die
Schlachtopfer essen, in Gemeinschaft mit dem Altar?
19 Was sage ich nun? Daß das einem Götzen Geopferte etwas sei? Oder daß
ein Götzenbild etwas sei?
20 [Nein], sondern daß das, was sie opfern, sie den Dämonen opfern und
nicht Gott. Ich will aber nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen.
21 Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr
könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen.
22 Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker
als er?
23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt,
aber nicht alles erbaut.
24 Niemand suche das Seine, sondern das des anderen.
Paulus lehrt in dieser Stelle, dass das Zusammenessen des Abendmahls ist
Gemeinschaft mit dem Leib Christi. Er lehrt keine Transsubstantiation, keine
Verwandlung .... er macht es klar, dass wir sind diejenige, welche diese
Gemeinschaft haben.
Kontext: Götzenopfer.
1.Kor.10,31-33
Ob ihr nun eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre
Gottes.
32 Seid unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen als auch für
die Gemeinde Gottes;
33 wie auch ich in allen Dingen allen zu gefallen strebe, dadurch daß ich
nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen, daß sie errettet werden.
-
1.Kor.11,23-32
Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert
habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm,
24 und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der
für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis.
25 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der
neue Bund in meinem Blut, dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis.
26 Denn sooft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den
Tod des Herrn, bis er kommt.
27 Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, wird
des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein.
28 Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und
trinke von dem Kelch.
29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst Gericht, wenn er
den Leib [des Herrn] nicht [richtig] beurteilt.
30 Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind
entschlafen.
31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet.
32 Wenn wir aber vom Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt,
damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.
-
1.Kor.12,12-27
Denn wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des
Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: so auch der Christus.
13 Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es
seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem
Geist getränkt worden.
14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
15 Wenn der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum
Leib: gehört er deswegen nicht zum Leib?
16 Und wenn das Ohr spräche: Weil ich nicht Auge bin, gehöre ich nicht zum
Leib: gehört es deswegen nicht zum Leib?
17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör? Wenn ganz Gehör, wo
der Geruch?
18 Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen am
Leib, wie er wollte.
19 Wenn aber alles ein Glied wäre, wo wäre der Leib?
20 Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib.
21 Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht; oder wieder
das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht;
22 sondern gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen,
sind notwendig;
23 und die uns die weniger ehrbaren am Leib zu sein scheinen, die umgeben
wir mit reichlicherer Ehre; und unsere nichtanständigen haben größere
Wohlanständigkeit;
24 unsere wohlanständigen aber brauchen es nicht. Aber Gott hat den Leib
zusammengefügt und dabei dem Mangelhafteren größere Ehre gegeben,
25 damit keine Spaltung im Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge
füreinander hätten.
26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein
Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit.
27 Ihr aber seid Christi Leib, und einzeln genommen, Glieder.