Schmerz und Leiden
Quellen: Where Is God When It Hurts? (Yancey); Hiob
1. Einleitung: verschiedene Sichtweisen
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Geistlich: Ignoriert es und freut euch in dem Herrn
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Gerecht: Mahnung bzw Bestrafung: "Was will Gott dir damit sagen?"
(Schuldgefühle)
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Glaübig: Leiden ist nicht Gottes Wille für Christen, d.h.
von Satan; mit ausreichendem Glauben kommt Heilung
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Gottesfürchtig (HB?): Alles, das passiert, ist Gottes Wille;
akzeptiert es und preist Gott dafür, weil es zu unserem Besten dient
(Gott
is böse; Fatalismus; warum mache ich mir Mühe?)
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Gottesfürchtig (AB?): Es ist eine besondere Mission, ein Privileg,
ein Vorbild zu sein
(Märtyrerdenken)
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Gottlos: Fluche Gott und stirb (Hiob 2,9)
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Mit allen diesen Erklärungen ist es kein Wunder, dass Leiden verwirrend
ist
2. Warum gibt es überhaupt Schmerzen?
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Schmerz als Schutzmechanismus: zwingt uns uns auszuruhen, Aktivitäten
bzw den Lebensstil zu verändern, oder Medikament bzw Behandlung zu
besorgen
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zB Dr Paul Brand und die Aussätzigen: kunstliches Gefühl für
die durch Krankheit Betäubten - es muss weh tun
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Verbindung mit Genuss (zB Eislaufen, Marathontraining); größere
Freude nach Schwierigkeiten
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cf Angst: Vorwarnung und Vorbereitung
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cf Einsamkeit: Bedürfnis nach Liebe von anderen Menschen
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cf Schuldgefühle: Bedürfnis nach Vergebung und Versöhnung
(pass auf die Krankheit auf, nicht die Symptome)
3. Das Problem
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Warum ist es mir passiert? Gerechtigkeit und Ursache: Wir erwarten,
dass Gott liebend und fair ist.
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Warum so viel Leiden?
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Hätte Gott keine bessere Welt erschaffen können? Versucht
es!
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Eine Welt mit konsistenten natürlichen Gesetzen und Menschen mit freiem
Willen ermöglicht Missbrauch, aber irgendetwas anderes macht Liebe
unmöglich
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Eine faire Welt zeigt das Herz nicht; keine freie Auswahl; keine Liebe
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Satans Argument (Hiob 1-2): Hiob sei nicht frei
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Eigentlich hat Gott eine bessere Welt erschaffen (Röm 8,19-22; 1.Mo.
1-3)
4. Biblische Sichtweisen
AT
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Unter dem alten Bund wurde Ungehorsam bestraft
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Aber nicht ohne klare, spezifische Mahnung (Propheten)
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Strafe ohne Bezug auf das Verhalten bringt nichts
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Bestrafung: 1.Mo. 38,7 Aber Er, der Erstgeborene Judas, war böse
in den Augen des HERRN, so ließ der HERR ihn sterben.
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Konsequenzen: Spr. 26,27 Wer eine Grube gräbt, fällt
selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück.
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Satan: Hiob 2,7 Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN fort
und schlug Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle
bis zu seinem Scheitel.
NT
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Jesus war sensibel gegenüber den Leidenden
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Luk. 13,1-5 Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm
von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern
vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, daß
diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie
dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße
tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. Oder jene achtzehn, auf die der Turm
in Siloah fiel und sie tötete: meint ihr, daß sie vor allen
Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Nein, sage ich euch,
sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
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Joh. 9,1-3 Und als er vorüberging, sah er einen Menschen,
blind von Geburt. Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi,
wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren
wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern,
sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden.
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Heb. 11 Die Glaubenshelden waren zum Teil durch Wunder gerettet,
zum Teil verfolgt, gequält und ermordet. v. 39-40 Und diese
alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erhielten, haben die Verheißung
nicht erlangt, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit
sie nicht ohne uns vollendet werden sollten.
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Die Bibel sagt nicht "warum" sondern "was jetzt"; d.h. nicht Ursache (Gottes
Verantwortung) sondern Antwort (unsere Verantwortung)
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Leben als Vorbereitung für die Ewigkeit mit Gott
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Paradox: Luk. 9,24 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.
5. Gottes Antwort auf Hiobs Beschwerde (Hiob 38-41)
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weder Mitleid (ich weiß, wie schwierig es war ...)
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noch Erklärung (deswegen habe ich es gemacht ...)
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noch Gratulation (du hast es gut durchgemacht ...)
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noch Entschuldigung (ich hätte nichts anders machen können ...)
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aber Herausforderung, zu Kapitulation und Vertrauen
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Wir wissen nicht, wie die physische, sichtbare Welt funktioniert, umso
weniger die geistliche
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Hiob hat das Leiden nicht verdient, aber Gott verdient trotzdem Treue
6. Unsere Antwort
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Röm. 5,3-5; Jak. 1,2-4; 1.Pet. 1,6-7; 4,12-13 Freude in Leiden;
nicht "wegen" sondern "in" / "durch" / "trotz"; nicht Selbstsicherheit
sondern Vertrauen
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2.Kor. 7,9 jetzt freue ich mich, nicht daß ihr betrübt
worden, sondern daß ihr zur Buße betrübt worden seid;
denn ihr seid nach Gottes [Sinn] betrübt worden, damit ihr in keiner
Weise von uns Schaden erlittet.
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Röm. 8,28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben,
alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach [seinem] Vorsatz berufen
sind. [Andere Handschriften, inkl. die älteste, haben: ...
Gott wirkt alle Dingen zusammen für gut ... ]
7. Zusammenfassung
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Leiden erregt unsere Aufmerksamkeit
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Durch Leiden werden wir an unsere Sterblichkeit erinnert
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Im Leben geht es nicht um Bequemlichkeit, Genuss und glücklich sein
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Schmerz, Leiden und Sterben sind die größen Gleichmacher
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Gutes-Gefühl-Christentum ist eine Lüge von Satan, damit wir nach
Genuss suchen statt nach Gott
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Zuschauer haben genau soviel zu lernen als die Leidenden: keine spezifische
sondern eine allgemeine Botschaft von Gott
Simon Dixon <simon@oefai.at> 27.
August 2003